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Wenn ich Filou richtig verstanden habe, baut er ein SliTaz64 from Scratch mit nicht nur einem 64er Kernel, sondern die dazu gehörenden 64bit-Paketen, und vermutlich bzw. hoffentlich im neuen typischen SliTaz-Stil, das heisst mit der gesplitterter initrd mit just-running, running-able-to-do-more, just-X, just-X-with-tools-and-panel, komplette normal-SliTaz-ISO?
SliTaz fehlt schon lange sein altes Fundament: eine neue SliTaz-From-Scratch-Anleitung wie Christophe ursprünglich der Distro beigegeben hatte (die ursprüngliche Dokumentation von SliTaz war absolut beispielhaft, in gutem Französisch verfasst und nicht aus Englisch übersetzt, weil Christophe damals nicht Englisch sprach, das war ein guter Grund!), siehe
https://www.slitaz.org/fr/doc/scratchbook/
Wenn also die neue 64 Bit Entwicklung ermöglichen würde, wieder an so einer Bauanleitung von SliTaz aus den 64 bit Quellen, dann würde es diese Distro enorm aufwerten und Mitmacher anziehen (ich bin gern einer davon).
Alternativ wäre die Entstehung eines Satzes von Skripten sinnvoll um das leichter zu machen (wie NuTyx, die andere Distro frz-sprach. schweiz. Ursprungs es seit Jahren macht): Ein Skript. datiert und kommentiert, erklärt vieles, speziell, wenn so etwas wie die beispielhafte alte Anleitung von Christophe hilfreich kommentiert. Siehe nachstehend eine aktuelles Derivate eines Nutyx-Fans davon: https://github.com/Grat-OS/base-sysd .
Christophe hatte, wenn ich mich nicht irre, damals die Quellen direkt von den Webseiten der Autoren abgewonnen (vermutlich diejenigen, die heute noch in distrowatch.com, gibts auch (teils) auf Deutsch, ziemlich weit oben in der linken Spalte zu finden sind. Für das neue SliTaz hat man, glaube ich, LFS als Basis genommen (und ist damit wieder von einer zentralen Quelle wieder abhängig geworden. SliTaz wäre an sich ein Akronym für eine völlig unabhängige Distro, die nur Quellen der Autoren nutzt).
Wie ist es bei Filou-Slitaz64 mit 64er-Paketen?
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Moin Willbuild,
um präzise zu sein ist es bislang eine Sammlung von 64bit-Paketen, die in einem auf LFS basierenden Wok mit leicht modifizierten SliTaz-Skripten erstellt werden. Diese Pakete laufen - gepaart mit einer Minimalstruktur, die aus einem 32bit SliTaz entlehnt wurde - auf einem beliebigen, zur Hardware passenden 64bit Kernel.
Mein Ursprung war, dass der meinerseits genutzte SeaMonkey in einer aktuellen Version nicht mehr mit der verwendeten glibc von SliTaz zusammen funktionierte. Da ich die verschiedenen Aktivitäten in Richtung 64bit innerhalb des Forums nicht so richtig in meine Praxis umsetzen konnte (jedenfalls habe ich keine Distribution vorgefunden, die ich hätte installieren und von dort aus neu starten könnte), habe ich schließlich auf Grundlage von shann's Aktivitäten selbst losgelegt.
Ich habe mit LFS den Nukleus gebaut und bin, sobald ich eine funktionierende Toolchain hatte, mittels "stumpfen" Kopierens von SliTaz-Skripten sukzessive zu einem funktionierenden Wok gekommen, der auf Basis der SliTaz-receipts die Pakete im "originalen" SliTaz-Format kompiliert.
Schließlich bin ich ein Paket nach dem Anderen durchgegangen, habe die Versionsnummern und ggf. die Skripte angepasst und mich so Stück für Stück durchgefräst.
Aktuell bin ich gerade im Übergang, das enstandene 64bit Slitaz in meine produktive Umgebung zu übernehmen, da all das, was ICH benötige, soweit läuft.
Da es sich innerhalb dieses Jahres bislang so anfühlt, als wäre ich (bis auf sporadische durchaus positive Kommentare) recht allein bei der Sache, habe ich meinem Schwerpunkt eben genau dort: bei meinem produktiven System.
Da mittlerweile der Internetzugriff inkl. aktueller Browser (Firefox, Palemoon, SeaMonkey), Mail und Video sowie Office mit Abiword und Gnumeric, Bilddarstellung und rudimentäre -bearbeitung, Dateizugriff inkl. NFS usw. funktionieren, fühlt es sich stabil, schnell und gut an.
Das meinerseits genutzte Image ist lzma/xz-gepackt gut 60MB groß und enthält bis auf den Browser und den Kernel das komplette rootfs inkl. Office & Co, ist also im Sinne von SliTaz (auch wenn die locales regelmäßig Fehler im Log/CLI auswerfen).
Ich freue mich über weiteres Interesse und bin gern zur Zusammenarbeit bereit, inkl. Zugriff auf das git-Archiv der Rezepte und dann ggf. (in Absprache mit shann) Zugriff auf den Tank-Server zur Bereitstellung des Repositorys.
Fröhliche Weihnachten!
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... ach übrigens:
Ja, die Quell(!)pakete werden jeweils von den Autorenseiten gezogen und dann kompiliert, eine "zentrale Abhängigkeit" existiert nicht, es sei denn man betrachtet das daraus resultierende Repository als solche.
Bei LFS sieht es aber nach meinem Verständnis nicht anders aus und ich vermute (!), dass auch Debian letzlich nur die fertigen Pakete zentral bereitstellt aber die Quellen bei den jeweiligen Autoren zu finden sind.
Aber ist das nicht der Sinn einer Distribution? Die zahlreichen Quellen zu nehmen und fertige Pakete einfach und zentral zur Verfügung zu stellen?
Eine Aufteilung des rootfs innerhalb einer ISO in mehrere Module habe ich noch nicht explizit vorgenommen, nutze es allerdings bei meinen eigenen Rechnern seit Jahren.
Sprich: mit grub4dos boote ich den Kernel plus das rootfs und überlagere es mit jeweils benötigten Systemanteilen: mal mit Firefox, mal mit Palemoon, mal mit OpenOffice oder anderen Komponenten. So lässt sich ein sehr schlankes System direkt aus dem Bootmenü auswählen und kann modular in der Bootkonfiguration zusammengesetzt werden.
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